XING - BAUSTELLE

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Meine Erfahrungen mit XING
Anfang November 2017 war die Zeit ran, dass ich mich dazu entschieden habe, die Premium-Mitgliedschaft bei dem sozialen Netzwerk XING wieder zu kündigen. Ich war zu diesem Zeitpunkt dann 2 Jahre Premium-Mitglied und hatte eigentlich auf ein Businessnetzwerk gehofft.
 
 
Aber mal ganz von vorn, aus der Sicht des „kleinen Mannes“:
 
Ein Freund (Personalchef einer großen Firma) hatte mir im April 2016 dabei geholfen, mein Profil in XING so zu gestalten, dass ich Aufmerksamkeit bekomme. Er meinte: „Du mit Deinem Wissen kannst auf diese Art und Weise gute Jobangebote bekommen“. Eigentlich war es gar nicht meine Idee einen neuen Job zu suchen, da ich mit meiner Stelle, dem Gehalt und allem eigentlich sehr zufrieden bin. Immer wieder bekam ich Angebote aber ich hatte nie das Gefühl, das eine wirkliche Ernsthaftigkeit dahintersteht. Eher kam so das Gefühl auf, dass man einfach nur immer einer von vielen Angeschriebenen ist. Mal erfolgten keine Rückantworten oder das eigene Profil hatte der Gegenüber gar nicht gelesen. Irgendwie nerve es dann, dass ich zur ersten Maßnahme griff.

 
Ich bin dann dazu übergegangen, dass ich zu jeder Jobanfrage wie folgt geantwortet habe:

 
„Danke für Ihre Anfrage und Ihr interessantes Jobangebot. Bitte kontaktieren Sie mich heute Nachmittag zwischen 15:45 und 16:30 für ein erstes telefonisches Interview. Meine Kontaktdaten finden Sie in der Anlage.“

 
Mit dieser Ansage haben sich 90% der Personaldienstleiter disqualifiziert, weil ein Termingerechter Rückruf nie erfolgte. In vielen Fällen blieb sogar eine erneute Kontaktanfrage aus. Den restlichen 10% habe ich dann meine genauen Eckdaten durchgegeben und Einsatzort, Arbeitszeiten, Gehaltsvorstellung und Reisebereitschaft kundgetan. Damit gingen die Rückrufe und Interviews gen 0. Bekam ich dann doch mal ein interessantes Angebot, wo auch auf mich eigegangen wurde, erfolgten Rückmeldungen teileweise erst nach mehrmaligen Rückfragen oder Informationen kamen erst Tage später. Damit war mir dann klar, von XING konnte ich nicht viel erwarten.
XING und die Abschaffung der Grundrechte
Um Menschen mit gleichen Interessen kennen zu lernen und um das eigene Netzwerk zu erweitern, bin ich dann dazu übergegangen, in Gruppen meine Meinung zum Besten zu geben. Dazu findet man unter den News eine Rubrik „Klartext – Meinung mit Format“. Beworben wird diese Gruppe von XING mit „Aktuelle Top-Themen aus Expertensicht: Lesen Sie und diskutieren Sie mit“. Ein Experte gibt also ein Statement ab und die XING-Nutzer können auf dieses Thema antworten. Weiterhin hat man dort auch die Möglichkeit, seine Beiträge noch einmal zu bearbeiten oder andere Beiträge als unangemessen zu deklarieren. Frühere Tests haben ergeben, dass mehrere Leute einen Beitrag als unangemessen kennzeichnen müssen, damit XING darauf Aufmerksam wird. Die Vermutung liegt nahe, das sich dahinter ein gewisser Automatismus verbirgt und nicht wirklich Redaktoren mitlesen. 10 erstelle Fakeaccounts mussten einen Beitrag als unangemessen kennzeichnen, eher dieser dann gelöscht wurde. Weitere Test kamen immer wieder auf die gleiche Klickzahl. Diese Tests wurden vor etwa 8 Jahren durchgeführt und können heute ganz anders verlaufen.

Anfang November 2017 gab es einen interessanten Beitrag „Ohne Jungs lernen Mädchen effizienter und vielfältiger“. Anfänglich eine gute Diskussion mit verschiedenen Meinungen. Auffällig war, dass sich immer wieder eine Frau zu Wort meldete, die ein (nach eigenen Angaben) „Coach für Menschen“ ist. Ihr Slogan: „Ziele - Wege – Perspektiven“. Da diese Frau aber in der Diskussion nur ihre eigene Sichtweise für die einzig richtige hielt und grundlegend gegen andere Meinungen war, habe ich mich zu Wort gemeldet, was die Diskussion etwas anheizte. Es dauerte nicht lang, erhielt ich die erste Antwort von XING, dass ich mich an die Regeln halten sollte und XING Beiträge aus dieser Diskussion heraus löscht. Eine Rückfrage an den Mailverfasser, der sich als XING-Redakteur ausgab welcher Beitrag doch gemeint sei, blieb unbeantwortet. Diese Frau verbreitete weiter Ihre Thesen und ich gab noch einmal ein Beitrag als Zusammenfassung. Auch dieser wurde mit einer Mail von XING beantwortet und meine Meinung in der Runde gelöscht. Auch hier blieb eine Rückantwort, warum dieser Beitrag gelöscht wurde, aus.

Meine Vermutung lag nahe, dass es sich hier nicht um richtige Personen von XING handelt, da ich nie eine Rückantwort auf meine Fragen erhalten habe. Die versendeten Texte waren vom Wortlaut her immer ähnlich. Meine geäußerten Meinungen waren von Grundgesetz her gedeckt, ich habe keine Personen verunglimpft, jemanden beleidigt oder strafrechtlich relevanten Dinge gepostet und sie gaben eine Zusammenfassung der gesamten Diskussion wieder. Durch die Mailantworten von XING war mir klargeworden, hier wird vorgegeben, wie man sich äußern darf. Eine freie Meinungsäußerung ist nicht erwünscht, ein Grund mehr meine Premium-Mitgliedschaft zu kündigen. Als ich dieses in dem Forum mitteilte, erhielt ich von einer dritten XING-Person, wieder die gleiche Mail mit dem ähnlichen Wortlaut. Auch hier blieben jegliche Antworten aus.

Gerade in einer Zeit, wo auch solche Netzwerke wie XING zur Abschaffung demokratischer Werte in der Türkei äußern, scheint es mir unglaublich, dass in Foren oder Gruppen Meinungen einfach so gelöscht werden, die zwar von Grundgesetz her gedeckt sind aber scheinbar durch einen Klick auf „unangemessen“ nicht zu diesem Business-Netzwerk passen. So ein Netzwerk kann meine Unterstützung nicht mehr erfahren.
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